Verdammt andersartig! – das sind die mehr als 60 Kurzfilme über queere Sexualitäten, die Kristian Petersen in mehr als 20 Jahren für seine Reihe „Fucking Different“ produziert und zusammengestellt hat. Was 2004 als filmisches Experiment in Berlin begann, ist zu einem globalen Phänomen gewachsen, mit Ausgaben aus New York“ (2007), Tel Aviv (2008) und São Paulo (2009) – mal wertschätzend, mal streitbar, immer authentisch und aus unerwarteten Perspektiven. Mit „Fucking Different XXX“ folgte 2011 eine Kompilation mit Filmen bekannter Künstler:innen aus der Welt der Pornografie; der 2014 entstandene sechste Teil „Fucking Different XXY“ (2014) feiert Liebe und Leben beyond the binary!
Was alle Kurzfilme eint, ist die inhaltliche Freiheit für alle Filmschaffenden. Außer: Alle Künstler:innen sollten muss sich mit Aspekten der Sexualität auseinandersetzen, die ihnen selber fremd sind. So präsentieren Schwule ihre Vorstellungen lesbischen Liebens und lesbische Künstler:innen zeigen, wie sie schwules Begehren verstehen. Herausgekommen sind Bestandsaufnahmen queerer Communitys zwischen Solidarität und Abgrenzungsversuchen, tiefgründig bis ironisch, erhellend und sexy. Die „Fucking Different“-Filme sind ein Angebot, die eigene Perspektive zu hinterfragen – und die Einladung, ein sich ständig weiterentwickelndes Archiv globaler queerer Bewegungsgeschichte zu entdecken.